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Sonntag, 22. April 2012

Ein guter Grund.


Es ist gut, dass ich mir einen Blog zugelegt habe. Und keinen Wellensittich oder eins von diesen kleinwüchsigen Hausschweinchen. Man kann mir mit Fug und Recht vorwerfen, mich schlimmer Vernachlässigung schuldig gemacht zu haben. Und das ist es doch, was man von seinen Eltern zu hören bekommt, wenn man unbedingt ein Haustier haben will: "Nix da, am Ende muss ich mich wieder darum kümmern." Wie gesagt, es ist gut, dass dies ein Blog ist. Und kein Wellensittich. Denn anders als ein Haustier, muss dieser Blog nicht von meiner Mutter gefüttert werden, wenn ich nicht dazu komme. Das ist besser für alle, soviel steht mal fest.

Worauf ich damit hinaus will? 

Keine Sorge, will ich sagen, mein Blog lebt noch. Er schläft nur, während ich bis zu den Ohren in der Arbeit an meinem dritten Buch versinke. Eins nach dem anderen, nicht wahr? 
Bald passiert hier wieder etwas. Es stehen ein paar interessante, spannende Dinge an. Aber dazu mehr zu gegebener Zeit. Bis dahin wünsche ich allen, die hier von Zeit zu Zeit mal reinschauen, einen schönen Frühling und einen heißen Sommer.

Bis bald! Versprochen.

Montag, 6. Februar 2012

Hier. Antworten.

Wie vor einer Weile an dieser Stelle erwähnt, habe ich mich dazu bereit erklärt, für den Blog Herzgedanken einige Leserfragen zu beantworten. Und wenn ich mich zu etwas bereit erkläre, dann mach ich das auch. Seit dem heutigen Tag ist das Interview mit mir online und, was soll ich sagen...? Es hat sehr viel Spaß gemacht. Ich rede nun einmal gern. Es tut mir leid. 
Wer sich jetzt noch traut: Hier geht es zum Interview. Dort warten ein Soundtrack und das ultimative Mittel gegen Kater. Unter anderem.

Samstag, 28. Januar 2012

Say something nice 5.


Ich möchte nicht nur etwas Nettes sagen, nein, ich möchte mich vorallem auch von ganzem Herzen bedanken. Bei den lieben Leuten von 1Live Klubbing, die mich nicht nur in ihre Sendung eingeladen sondern sich auch rührend um mich gekümmert haben. Marion, Claudia und Jutta: ihr seid wunderbar. Mike selbstverständlich auch, der weiß, was er tut, freundlich und kompetent ist er, und ein Mann mit einem erlesenen Musikgeschmack. Genauso wie DJ Larsen, aber das muss ja so sein. Und dann noch Stephan (oder doch mit f?), ein wahrer Sonnenschein. Und der Mann an der Bar (ich habe seinen Namen nicht mitbekommen und schäme mich dafür) aber: ich habe selten jemanden kennengelernt, der so freigiebig seinen Weinvorrat ausgibt - und das auch noch mit so viel Spaß. Und da ich schonmal dabei bin: einen lieben Dank auch an die Süßen vom Empfang. 

Was mich aber besonders erst erleichtert und dann sehr gefreut hat, war das zauberhafte Publikum. Sonst lacht nie jemand über meine Witze. Laura, Käthe, Martin, Tobi, Tina, selbstverständlich Conny und die anderen, deren Namen ich nicht kenne: es war so schön, dass ihr dabei gewesen seid.

Herrlich war es in Köln. Ich hatte eine großartige Zeit. Und wer sich jetzt nicht erst von meiner überbordenen Begeisterung erholen muss, sondern vielleicht sogar neugierig geworden ist, kann die ganze Sendung nachhören, als Podcast auf der Klubbing Seite von 1Live. Ich stürze mich derweil mit Feuereifer in die Arbeit an Buch drei. Damit die da im Mediapark einen Grund haben, mich wieder einzuladen. Ich sage hiermit schonmal zu.

Donnerstag, 26. Januar 2012

Eilmeldung.

Ich bin mir nicht sicher, ob diese Ankündigung nicht ein wenig zu spät kommt. Dann wiederum: posten kostet ja nichts. Und wie immer ist auch jeglicher Leserservice, den ich hier anbiete, komplett kostenfrei. Auch folgender Programmtipp:

Am morgigen Freitag, den 27. Januar, habe ich das große Glück, zur 1LIVE KLUBBING Lesung eingeladen worden zu sein. Um 20.00 Uhr beginnt die Sendung, ab 23.00 Uhr darf ich vier Passagen aus 'Jetzt ist bald und nichts ist los' zum Besten geben, live im Radio und vor Publikum, und ich muss zugeben, ich bin deswegen noch nervöser als ich es wegen dem Lammlachs gewesen bin. Und das war schon eine harte Nummer.

Insofern ist Einschalten allein schon für alle die interessant, die hören wollen, ob die Aufregung siegt, oder ich. Wer nicht im Sendegebiet des WDR wohnt oder weilt, kann dank modernster Technologie die Sendung per Livestream verfolgen. Und wer gerade in der Nähe ist: Ich glaube, man kann sich sogar noch Plätze für die Lesung sichern und dann auch mal etwas ganz live machen. Dabei sein nämlich. Ich fänd's schön.

Montag, 23. Januar 2012

Noch Fragen?


Wer? Wie? Wo? Warum? Ja, und was?

Auf zum Buch-Blog Herzgedanke! Eine Woche lang hat jeder (Frau, Mann, Kind, Hund, Katze) die Gelegenheit, mir dort Fragen zu stellen - in erster Linie zu meinem Büchern im Speziellen und dem Schreiben im Allgemeinen. Bitte keine Fragen zu Lieblingsessen, -farben, -musik oder dergleichen... ich leide unter einer extremen Entscheidungsschwäche.

Hier noch einmal der Link, ausgeschrieben: 

Ich freue mich auf meinen Fragebogen und bin gespannt, was da so zusammen kommt. Oh, und es gibt sogar etwas zu gewinnen: drei Exemplare von 'Jetzt ist bald und nichts is los' werden verlost. Na, wenn das kein Grund ist mitzumachen...

Sonntag, 15. Januar 2012

Auf den Spuren der Tracks.


Es ist kein Geheimnis: Ich mag Musik. Man könnte  das Wort ‚mögen‘ auch durch ‚lieben‘ ersetzen, aber dann klänge ich wie ein Teilnehmer von ‚Deutschland sucht the voice für Baku‘ und nichts läge mir ferner als das. Ich erhöhe ‚mögen‘ also auf ‚ist mir sehr wichtig‘ und damit wäre das dann auch geklärt.

Musik ist mir sogar so wichtig, dass ich ursprünglich den Plan hatte, den Kapiteln in ‚Jetzt ist bald und nichts ist los‘(oder auch ‚JIBUNIL‘) Songtitel als Namen zu geben, mit der Idee, dass die Musik hinter diesen Namen immer mit der Stimmung des Kapitels korrespondieren sollte. Es gab eine erste Fassung, die nur meine Lektorin zu sehen bekommen hat, in der ich das auch so durchgezogen habe. Nach der irritierten Frage, was das denn soll, worauf ich damit hinaus will und was das überhaupt mit dem Buch zu tun hätte, änderte ich das Konzept dann allerdings (aus mangelndem Kampfgeist oder bemerkenswerter Flexibilität, das kann man sehen, wie man will) und baute hier und dort in dem Buch Daphnes Lieblingslieder des Tages ein.
Ich hänge noch immer an der Idee mit den Songtiteln als Kapitelüberschriften. Und auch wenn meine Lektorin meint, dass mein Buch damit ein wenig zu einem Musik-Buch werden würde und Bücher (Romane) über Musik nicht gefragt seien… wenn es juckt, soll man kratzen. Buch 3 ist in Arbeit, ich werde es wieder versuchen. Ob ich erfolgreich war, wird sich dann im April 2013 herausstellen. Dann kommt nämlich Buch Nummer 3 – hoffentlich - auf den Markt (wenn die Mayas nicht doch recht hatten. In diesem Fall würde ich mich natürlich schrecklich ärgern müssen).

Damit bis dahin so wenig Langeweile wie möglich aufkommt, habe ich mir die Zeit genommen, die Musiktitel, die in ‚JIBUNIL‘ vorkommen, herauszuschreiben und soweit es ging zu verlinken. Mein Service für die lieben Leser, aus purer Dankbarkeit und weil heute Sonntag ist (…und ich eigentlich an Buch 3 arbeiten müsste, mich aber die Prokrastination fest im Griff hat). Viel Vergnügen!

Nas // Life’s A Bitch
Element Of Crime // Du hast mir gesagt
Heidi Kabel // Sag ja zum Leben

Dienstag, 3. Januar 2012

Neu, wie immer.


Willkommen im Jahr 2012. Sieht gar nicht so anders aus als 2011, hat aber definitiv Potential, noch etwas aus sich zu machen, geht ja jetzt erst los. Apropos los: Seit knapp einem Monat gibt es 'Jetzt ist bald und nichts ist los' in den deutschen (und hoffentlich auch österreichischen und schweizer) Buchhandlungen zu erwerben. Hab ich gehört. Um mich nicht von einem eventuellen Fehlen deprimieren zu lassen, habe ich mir selbst auferlegt, einen großen Bogen um Buchläden jeder Art zu machen, ja, auch und vorallem um Amazon. Dieses Mal werden keine Kritiken gelesen, dieses Mal, habe ich bereits alles gesagt, was zu  sagen war. Bisher bin ich mit beeindruckender Disziplin bei der Sache.

Ich hoffe allerdings, dass alle, die ihren Weg zu diesem Blog gefunden und mein neues (und auch altes!) Buch gelesen haben, Freude daran hatten. Und Lust haben, hier noch ein wenig herumzustöbern und zu verweilen. Ich war im letzten Monat etwas faul, was die Postings und das schreiben von neuen Kurzgeschichten betrifft. Ich will das gar nicht auf den Vorweihnachtsstress und die Feiertage schieben, muss aber.

Um das wieder gut zu machen, habe ich mir etwas ganz Besonderes überlegt: Ich habe in meiner Kiste alter Werke gekramt und dort eine Sammlung von drei Kurzgeschichten gefunden, die ich im Winter 1999 als Weihnachtsgeschenk für drei Freunde verfasst habe. An der ein oder anderen Stelle, habe ich sie ein wenig überarbeitet und 'glattgebügelt', mit 17 hat man eben andere Standards, aber im Großen und Ganzen wurde so wenig wie möglich verändert. 

Also dann, ab morgen geht es los mit der '1999er Trilogie', erste Geschichte: 'Die Standheizung'. Ich wünsche schon jetzt viel Vergnügen!

Samstag, 10. Dezember 2011

Das ist der Beweis.


Ich habe ja bereits betont: dies ist kein Kochblog.

Nichtsdestotrotz koche ich gern und so fand ich mich am gestrigen Nachmittag in einem Fernsehstudio des Norddeutschen Rundfunks, ausgestattet mit einer seltsam orangefarbenen Schürze und Messern, die schärfer waren als alles, was jemals zuvor seinen Weg in meine Küche gefunden hatte. Ich kochte 'Lammlachs mit Wintergemüse', darunter versteht man Kartoffeln und Kürbisse, unter anderem. Ich hatte auch vorgehabt, ein bisschen die Werbetrommel für mein neues Buch zu rühren, wurde dann aber leider in eine Gespräch über Tomaten verwickelt. Wirklich schade. Allerdings: das Rezept ist in der Tat zu hundert Prozent meinem eigenen Kopf entsprungen und so ist es auch mein gutes Recht, es hier zu verbreiten. Und dank dem NDR und YouTube gibt es sogar eine kleine Anleitung in Filmform (siehe oben). Im echten Leben stand mir im Studio hinter den Kulissen ein feiner Herr namens Stephan Roth zur Seite, dem ich an dieser Stelle (er wird es wahrscheinlich nicht lesen, das ist nur eine Geste) noch einmal Danke sagen möchte und der mein Herz nicht nur damit gewann, dass er mir eine Pfanne schenkte. Eine ordentliche. Nicht so'n IKEA-Scheiß. Die kann auch jeder gut gebrauchen, der sich an meine Kreation heranwagen mag. Lammlachs. Mit Wintergemüse. An die Töpfe, fertig...

Donnerstag, 10. November 2011

Es ist ein Trailer.

Ich habe im Kalender nachgezählt: Noch 31 Tage. Ein Monat, sozusagen. Dann kommt mein zweites Buch in die Läden. 'Jetzt ist bald und nichts ist los', wie bereits erwähnt. 'In die Läden kommen' heißt genauer: es wird ausgeliefert. Das ist Buchhandelsprache und bedeutet: am 12. 12. wird es vielleicht noch nicht in jedem Laden dieser Republik stehen, aber die Angestellten von Amazon (zum Beispiel) verpacken es dann endlich in diesen cleveren Papphüllen und das ist definitiv ein Anfang.

Ich bin aufgeregt. Die Aufregung hat nicht so viel mit dem verbleibenden Monat zu tun, ein Zeitraum, über den akute Aufgeregtheit eher nicht zu empfehlen ist. Kein Mensch kann 31 Tage lang aufgeregt sein, ohne sich ein schweres Herzleiden oder ein Magengeschwür zuzuziehen. Ich bin vielmehr genau jetzt sehr sehr aufgeret, weil der wunderbare Hannes Seth endlich seine Arbeiten an dem Trailer zu 'Jetzt ist bald und nichts ist los' beendet hat und das Ergebnis ist einfach großartig. Ich bin voller Begeisterung und Hoffnung, dass ein gelungener Trailer einen gelungenen Buchverkauf nach sich zieht. Es muss einfach so sein. Sehen und staunen Sie jedenfalls selbst:


(Außer Hannes, dem Mann hinter dem Film, gibt es noch einige andere Leute, denen ich zu tiefem Dank verpflichtet bin: der wunderschönen Maike, natürlich, und ihrem Vater, Sevim und dem kleinen Emil, Lux und seinem Skateshop, Ali, dem besten Frisör der Stadt, meinem Vater, dem besten der Welt, dem Aplanat, dem Kiosk am Neuen Pferdemarkt und schließlich noch der Barbarabar, also Eddie und Marcel. Danke, Danke, Danke!)

Dienstag, 27. September 2011

Alkohol und Drogen.


Ein Gang zum Postamt an der Hoheluftchaussee, 1,10 € Porto nachzahlen und weg war es, das Manuskript von 'Jetzt ist bald und nichts ist los'. Das nächste Mal werde ich den Text sehen, wenn ich das fertige Buch in den Händen halte.
Ich kann nicht sagen, dass ich im Moment großen Abschiedsschmerz verspüre. Das ist zu vergleichen mit dem Wochenendbesuch eines guten Freundes, der sich am Ende etwas zu lang hinzieht. Man mag ihn noch immer, den Freund, aber man kann auch kaum erwarten, dass er endlich seinen Schlafplatz auf dem Sofa räumt und man seine Wohnung wieder für sich hat. So geht es mir jetzt. Der alte Freund ist weg. Ich bin erleichtert.

Nur ein Idiot begibt sich sofort wieder in dieselbe Situation, nehme ich dann. Das bedeutet wohl: ich bin ein Idiot. Die ersten Seiten des dritten Buchs stehen schon, noch hat es keinen Titel, es heißt 'Roman III', und das gefällt mir ganz gut. Das lässt Raum. Oder eben nicht. Mein Sofa ist jedenfalls wieder besetzt. Von mir, meinem Laptop und einem Aschenbecher. Wenn ich schreibe, rauche ich gern. Wenn ich die Zigarette in den Fingern halte und nicht tippen kann, kommen mir die besten Ideen. 

Deswegen rauchen die Protagonisten in meinen Büchern vielleicht auch so viel. Und vielleicht wird deswegen auch so viel Alkohol konsumiert. Nicht weil ich mich während des Schreibens volllaufen lasse, keineswegs. Aber Alkohol und Zigaretten, das gehört zu meiner Realität, in meine Zeit. Das geht vielen so. Ich war überrascht, als die ersten kritischen Stimmen dazu aufkamen und immer lauter wurden, dass in 'Liebe geht anders' zu viel getrunken wird. Der Alkoholkonsum ist überspitzt dargestellt, das gebe ich zu, aber durchaus im Rahmen. In einem realistischen Rahmen. Vielleicht ist es ja verboten, unkritisch über Alkohol und Zigaretten in einem Buch zu schreiben, dem der Stempel 'Frauenroman' aufgedrückt wurde.

Aber ich lasse mir doch nicht von einem Label, dass mir verpasst wurde, diktieren, worüber ich schreibe. Was war denn zuerst da? Das Label oder das Schreiben? Eben.

Jedenfalls wird auch in meinem dritten Buch getrunken und geraucht werden. Beschlossene Sache. Ich leg dann mal los... 

Montag, 26. September 2011

War was?


Es ist immer wieder erstaunlich, wie man sich nicht einmal für eine besonders lange Zeit auf eine besonders weite Reise begeben muss und trotzdem, sobald man den Dunstkreis seiner Heimat verlassen hat, alles an einem vorbeizieht. Gemeinhin wird das als eine Gabe aufgefasst. Damit man nämlich diesen Zustand erreicht, so heißt es, mus man in der Lage sein, wirklich loszulassen. Man muss wissen, wie man Urlaub macht. Dass ich diese Fähigkeit besitze, war mir gar nicht klar, als ich mit meinem schrecklichen Touristensonnenschirm auf dem Vorplatz des Petersdoms herumhüpfe, ebenfalls vollkommen ahnungslos, das hinter den hohen Mauern des Vatikans der Papst bereits seine Koffer für den anstehende Deutschlandbesuch packt. Oder packen lässt. Wie dem auch sein, ich hatte keine Informationen über irgendwelche Debatten und darüber, dass sich zu Hause in Deutschland Gegner dieses Besuchs Kondomkostüme bastelten. Ignorance is bliss. Heißt es nicht so, Benedikt?

Und aus diesem Grund schob ich jegliche Gedanken an die Arbeit, Deadlines und die finalen Druckfahnen meines zweiten Buches (ganz unten im Gepäck mit dabei) weit von mir und genoss stattdessen ein paar herrliche Wochen im Süden von Italien. Dazu demnächst mehr.

Wieder zurück in Hamburg ließen sie sich dann aber nicht weiter aufschieben - die letzten Korrekturen. Begleitet wurde ich dabei von der Musik dieses haarigen Mannes: www.bennysings.com. Ganz neu ist er im Musikbusiness wohl nicht, aber die Jagd nach dem neusten 'Heissen Scheiss' macht ja auch nur halb so viel Freude wie das Entdecken einer Sache genau dann, wenn man sie braucht. Und für die letzten Tage des Sommers, wenn die Erinnerung an das Meer, die Mückenstiche und die Abdrücke der Sonnenbrille auf dem Nasenrücken alles ist was einem bleibt, wenn draußen die Äpfel und Kastanien von den Bäumen fallen und der Kugelschreiber schon wieder seinen Geist aufgibt, dann braucht man das. Ich jedenfalls. Viel Spaß.


Samstag, 27. August 2011

Say something nice.




Früher war der Kreis derjenigen, die mich kritisiert haben übersichtlich und diplomatisch. Meine Familie, Freunde, erst Lehrer dann Chefs. Dann habe ich ein Buch geschrieben und plötzlich konnte sich jeder zu etwas äußern, in das ich mehr Zeit, Mühe und Herzblut gesteckt hatte als in die meisten Dinge davor. Das ist ein seltsames Gefühl und ich finde es schwer, mich daran zu gewöhnen. Vorallem wenn ich mir vorstelle, wie lang es im Vergleich dauert, eine Amazon-Rezension zu verfassen. 3 Minuten?

Abgesehen davon, dass ich also lernen muss, diese Art von Kritik nicht zu nah an mich heran zu lassen, hat dieser neue Umstand aber auch dazu geführt, dass ich mir ein paar Gedanken darüber gemacht habe, in welcher Art und Weise ich bewerte, wieviel das von meiner Laune abhängt, davon wie nett oder unfreundlich andere Leute an dem Tag zu mir waren  und davon, wie ich zu der Person stehe, der ich meine Meinung sage. Ob Kritik, die ich äußere, oft härter ausfällt, als es fair wäre. Und die Antwort lautet ja.

Es ist seltsam: etwas Positives über einen anderen zu sagen ist, wenn es wirklich fundierte, ehrlich Kritik und nicht nur ein oberflächliches, bedeutungsloses 'Find ich gut' sein soll viel schwerer, als ein Verriss. Liegt es daran, dass man dem anderen nicht gönnt, dass er gelobt wird? Oder erwartet man einfach zu viel? 

Ich denke darüber noch nach. Und werde in der Zwischenzeit versuchen, mehr Lob zu verteilen, mehr nette Dinge zu sagen, auch wenn das vielleicht mal nicht so leicht fällt. Aber wie das meistens im Leben so ist (Achtung, jetzt wird es kitschig!): Die Taten, die die Welt zu einem besseren Ort machen, erfordern meistens ein gewisses Maß an Anstrengung.

In New York (natürlich!) haben sie damit einfach schonmal angefangen:


Sonntag, 14. August 2011

"Jetzt ist Bald" und ich sag, wann.


Mit diesem Eintrag mach ich es mir leicht und füge an dieser Stelle einfach einen Link ein:


Dahinter verbirgt sich ein äußerst umfassendes Interview mit mir zu meinem neuen Buch. Es heißt 'Jetzt ist bald und nichts ist los' und erscheint im Dezember. Ich weiß. Das ist noch ein paar Monate hin. Aber vorbestellen könnte man ja durchaus jetzt schon... und zur Überbrückung: Blog lesen. Diesen hier. Schon klar.

Dienstag, 2. August 2011

Liebe geht Video.



Letztes Jahr im Sommer (ja, den gab es wirklich) habe ich dieses Video gedreht, in dem ich von meinem Buch erzähle und auch ein paar Sachen über mich selbst. Außerdem gibt es nebenbei ein paar schöne Ecken von St Pauli zu sehen. Anklicken und anschauen. Viel Spaß!