Im November 2008 habe ich mich auf die längste Reise meines Lebens begeben: nach Australien. Inzwischen sind die Strapazen des Hin- und Rückflugs lange vergessen (obwohl ich mich, hätte ich die Gelegenheit, jederzeit gern bei der Dame revanchieren würde, die mir auf dem Flug von Melbourne nach Dubai 14 Stunden lang die Armlehne streitig gemacht hat...). Geblieben ist die Erinnerung an die fantastischen Leute auf der anderen Seite der Welt. Alle Australier die mir im Laufe meines Lebens über den Weg gelaufen sind, waren großartige Menschen. Einer von ihnen ist Royce.
Wir wurden einander in Melbourne vorgestellt, ein paar Tage bevor ich mich für einen wohlverdienten Strandurlaub auf den Weg nach Byron Bay machen wollte, ein Backpacker/Hippie/Touri-Ort an der Ostküste. Es stellte sich heraus, dass er zur selben Zeit mit seiner Band 'Hot Little Hands' (Video ansehen lohnt sich!) für eine Abend und einen Gig dort sein würde. Manche Zufälle sind einfach wunderbar, denn Byron Bay ist ein kleiner Ort und nach etwa einem Tag und zwanzig Minuten ist man für jede Abwechslung dankbar. Am Abend nach dem Auftritt, unzähligen Weißweinschorlen und Krügen voller Bier fanden wir (ich und die Band) uns am menschenleeren Strand wieder, vor einem rauschenden, schwarzen Meer, unter einem sternenübersäten Nachthimmel. Solche Momente fühlen sich anders an als die meisten.
Skype sei Dank hat man heutzutage bekanntlich die Möglichkeit, problemlos auch über weite Distanzen in Kontakt zu bleiben. Der Nachteil daran, dass man keine ellenlangen Briefe von Hand mehr schreiben und dann hundert Euro Porto auf einen Briefumschlag kleben muss, um sich auszutauschen, könnte aber sein, dass man sich dann meistens über Banalitäten unterhält. Dass man eben Milch gekauft hat, zum Beispiel. Das kostet nichts (keine Mühe und kein Geld)... aber das will doch eigentlich auch keiner wissen.
Mit Royce ist es anders. Wir reden vielleicht zweimal im Jahr. Manchmal nur einmal. Dann aber über die wichtigen Dinge. Und immer wenn wir uns verabschieden, wünschte ich jedes Mal, Australien läge in Hamburg. Dann könnten wir uns häufiger treffen und reden. Mit einem Bier und einer Weißweinschorle am Hafen. Und den Dingen auf den Grund gehen.
Mit Royce ist es anders. Wir reden vielleicht zweimal im Jahr. Manchmal nur einmal. Dann aber über die wichtigen Dinge. Und immer wenn wir uns verabschieden, wünschte ich jedes Mal, Australien läge in Hamburg. Dann könnten wir uns häufiger treffen und reden. Mit einem Bier und einer Weißweinschorle am Hafen. Und den Dingen auf den Grund gehen.
Es folgt ein Teil meines letzten Gesprächs mit Royce. Viel Spaß beim Lesen.
